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Das Schilsbachtal

Ein Ort mit Geschichte

Neben dem Haupthaus wurde ein Gebäude errichtet, das einem kleinen Saal gleicht. Hier konnten jungen Menschen dann nach einem abenteuerlichen und erlebnisreichen Tag inmitten der Natur Hunger und Durst stillen. Altersbedingt hat Jöb Kersting sein Engagement aufgeben müssen und damit endete auch die Arbeit des Eifelvereins.

Dort, wo sich nicht nur Fuchs und Hase, sondern auch Raben, Graureiher und Schwäne gute Nacht sagen, haben Matthias Kaulard sowie seine Söhne Urs und Beat 2016 eine neue Herausforderung gesucht. »Unsere Heimat ist lebens- und liebenswert. Die einzigartige Natur für möglichst viele Menschen erlebbar machen, sind für uns Ziel und Anspruch zugleich«, freuen sie sich, die bereits in Simmerath das Hotel Kragemann betreiben.

Die gesamten Veränderungen auf dem Areal wurden so naturverträglich wie möglich durchgeführt. So wurden die bestehenden Bauten restauriert, alle übrigen Einrichtungen blieben in der heutigen Form bestehen und wurden auf weitere Bedürfnisse umgestaltet. »Wir haben die Jugenderholungsstätte aus dem Dornröschenschlaf erweckt«, erklärt Matthias Kaulard. »Es gab kein Warmwasser, teilweise keine Heizung, die Abwasserbeseitigung musste saniert und der Brandschutz auf neuesten Stand gebracht werden«, erinnert sich die Unternehmerfamilie. Was daraus geworden ist, können Sie nun erleben.

Einer glücklichen Fügung, dass Ende der 1950er Jahre die Geschäftsführung des Wasserverbandes Schwammenauel und der Vorsitz des Eifelvereins in Personalunion lagen, ist das heutige Schilsbachtal zu verdanken.

Denn mit der Vollendung der zweiten Ausbaustufe der Rurtalsperre im Jahre 1959 und der Erhöhung der Staumauer in Schwammenauel um 16 Meter waren vorhandene Einrichtungen im Uferbereich einer größeren Überschwemmungsgefahr ausgesetzt. So wurden zwei Fachwerkhäuser aus privater Hand an den Wasserverband verkauft und die dazugehörige Fischzuchtanlage aufgegeben. Zeitgleich reifte in einigen Kommunen der Nordeifel der Plan, Zeltlagerplätze in unberührter Natur zu schaffen. Und so wurden die leeren Gebäude für die Jugendarbeit des Eifelvereins genutzt. Gemeinsam mit dem Wasserverband wurde vereinbart, die beiden Fachwerkhäuser vom Seeufer auf das Terrassenniveau des unweit gelegenen Wohnhauses zu unterstützen. Zugleich wurde der Plan geschmiedet, einen Zeltplatz am Ufer anzulegen.

Hans Kersting aus Aachen-Steinebrück wurde zum Platzwart und zog in  das Wohnhaus im Schilsbachtal ein. Am 4. Juni 1960 wurde der Jugendzeltplatz eingeweiht und Ehefrau Irmgard sowie die Söhne Theo und Josef Jürgen (Jöb) Kersting zogen in die Nordeifel. 1961 bekam das Areal eine Stromversorgung mittels einfachem Verlängerungskabel. Doch schon damals zählte man bis zu 5000 Gäste – Mädchen schliefen in den Fachwerkhäusern, Jungs in Zelten.

Prominente Besucher waren seinerzeit der deutschstämmige bolivianische Erzbischof Joseph Clemente Maurer und „Tatort“-Schauspieler Hansjörg Felmy. Neben der Ausbildung zu Wanderführern wurden auch Volkstanz und das Erlernen deutschen Liedguts im Schilsbachtal angeboten.

1967 zogen Hans und Irmgard Kersting altersbedingt nach Steckenborn und Sohn Jöb übernahm die Leitung des Jugendzeltplatzes. Auf der dem Wohnhaus gegenüberliegenden Terrasse wurden neben der Jungentoilette drei Holzblockhütten errichtet, die den männlichen Gästen eine hochwasserfreie Unterkunft bot. So firmierte das Gelände im Schilsbachtal auch zum Jugendferienheim um.

Nach dem Tod des Vaters Anfang der 1970er Jahre wurde Jöb Kersting von seiner Mutter beim Bewirten der Gäste unterstützt. Erst 1975 erlaubte es eine neue Stromleitung, Waschmaschine und Kühlschränke einzusetzen. Gekocht wurde jedoch weiterhin mit Gas oder am offenen Feuer. Zu den Gästen zählten neben der Wanderjugend auch Pfadfinder, Schulklassen oder aber Großstadtkinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Mitmenschen und der Natur erlernen sollten.

Geprägt von vielen Pfarrlägern errichtete Jöb Kersting in den 1980er Jahren eine Kapelle aus Holz, um den Gottesdiensten im Freien einen würdigen Rahmen zu geben. Doch dieses Vorhaben war nur von kurzer Dauer – die Baugenehmigung wurde nicht erteilt und das Gotteshaus musste wieder abgerissen werden.

Das veränderte Urlaubs- und Freizeitverhalten der Jugend ließ die Gästezahlen sinken, sodass viele Menschen ins Schilsbachtal kamen, denen die Schönheit der Natur und die Achtung der Schöpfung wichtig sind. Ohne Handy, Computer und Fernsehen in der Stille der unberührten Natur zu sein, ist ein besonderes Erlebnis. Kersting hatte in den 1960er und 1970er Jahren Afrika erkundet und war besonders vom Leben der Massai beeindruckt – ein einfaches und naturverbundenes Leben und Wirken wählte er für sich.

Altersbedingt hat Jöb Kersting sein Engagement aufgeben müssen und damit endete auch die Arbeit des Eifelvereins.

Dort, wo sich nicht nur Fuchs und Hase, sondern auch Raben, Graureiher und Schwäne gute Nacht sagen, haben Matthias Kaulard sowie seine Söhne Urs und Beat 2016 eine neue Herausforderung gesucht. »Unsere Heimat ist lebens- und liebenswert. Die einzigartige Natur für möglichst viele Menschen erlebbar machen, sind für uns Ziel und Anspruch zugleich«, freuen sie sich.

Die gesamten Veränderungen auf dem Areal wurden so naturverträglich wie möglich durchgeführt. So wurden die bestehenden Bauten restauriert, alle übrigen Einrichtungen blieben in der heutigen Form bestehen und wurden auf weitere Bedürfnisse umgestaltet. »Wir haben die Jugenderholungsstätte aus dem Dornröschenschlaf erweckt«, erklärt Matthias Kaulard. »Es gab kein Warmwasser, teilweise keine Heizung, die Abwasserbeseitigung musste saniert und der Brandschutz auf neuesten Stand gebracht werden«, erinnert sich die Unternehmerfamilie. Was daraus geworden ist, können Sie nun erleben.